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 Betreff des Beitrags: unterkunft
BeitragVerfasst: Dienstag, 04. Mai 2010, 23:08:05 
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Bushcraftchef
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Unterkunft
Ein sicherer Unterschlupf für die Nacht ist schon die halbe Miete. Der Unterschlupf bietet Schutz
gegen Wind, Regen, Kälte, Sonne, Tiere und Menschen. Ein Unterschlupf hilft mir zu überleben.
Durch ihn spare ich Wasser, weil ich nicht dem Wind ausgesetzt bin und dadurch weniger schnell
austrockne. Durch den Unterschlupf spare ich Wärme und damit Nahrung. Denn ich friere nicht so
leicht durch Kälte und Nässe. Die bleiben draussen. Und vor allem ist der Unterschlupf gut für
meine Psyche, denn ich sitze im Warmen, Trockenen und kann in Ruhe nachdenken.

Kriterien für einen Unterschlupf:
Trocken
Warm
Schützend (gegen Wetter, Tiere)

Da der Unterschlupf gegen Regen schützen soll, muß ein Dach gebaut werden, das regendicht ist.
Dabei ist vor allem zu beachten, dass das Dach sehr steil aufgerichtet ist. Der Regen läuft so besser
ab. Wärme wird durch gutes Isoliermaterial zum Boden, geringes Raumvolumen des
Unterschlupfes und Winddichtigkeit gespeichert. Im Allgemeinen reicht die Körperwärme aus, um
einen kleinen Raum aufzuheizen. Eine 75 Watt Glühbirne strahlt genau so viel Wärme aus, wie ein
Mensch. Und so eine Birne ist 'ne heiße Angelegenheit.

Möglichst sollte der Unterschlupf unauffällig gebaut sein, der Umgebung angepasst. Im Falle einer
Flucht ist das natürlich oberste Priorität. Die Standortwahl ist maßgebend für oben genannte
Kriterien. Der Standort sollte auf der windabgewandten Seite des Waldes oder Hecke liegen. So
wird der natürliche Bewuchs als Windstopper genutzt und man sitzt im Windschatten. Es empfiehlt
sich nie, auf Wiesen oder freier Fläche zu übernachten, da sich dort morgens sehr viel Tau sammelt
und weil es dort zu windig ist. Eine kleine Anhöhe hält den Boden durch sein Gefälle bei Regen
relativ trocken. In Mulden sammelt sich das Wasser, was uns nur bei der Wassersuche nützt.
Ideal ist der Waldrand. Von dort aus hat man Sicht auf die freie Fläche (Wetterbeobachtung) und
dort ist man getarnter als im Wald. Etwas in den Wald zu gehen empfiehlt sich wegen der Zecken,
die man am Waldrand im niedrigem Gewüchs findet. (Eher finden Dich die Zecken ;). So eine
Zecke wandert 6m in der Stunde, weswegen mindestens dieser Abstand zum Gewächs ausreichen
sollte. Wenn es dann noch eine Zecke schafft dich anzunagen, dann hat sie sich das redlich verdient.
Um den Unterschlupf sollte ein Zaun, Wall oder Graben angelegt werden, wenn man sich dort für
längere Zeit aufhält. Das schützt vor Tieren und Wind.
Noch ein Tip, damit das Bett nicht nach zwei Tagen vor schmarotzenden Tierchen wimmelt: ein
Ring aus Asche, 5-10cm breit rund um das Bettlager hält die allermeisten Insekten davon ab, weiter
in deine Richtung zu krabbeln. Wenn Du Stroh oder Heu als Matratze verwendest, dann streue auch
hier Asche hinein. Möglichst kalte.....
Der Eingang zu dem Unterschlupf sollte mit der Windrichtung gebaut werden. Weht der Wind aus
Osten nach Westen, dann baue den Eingang nach.......na ? Ja genau, nach Westen! Der Eingang kann
auch so ähnlich wie ein Iglueingang gebaut werden, was den Innenraum ungemein wärmer werden
lässt.

Wer für eine Nacht draußen schläft, der kann sich mit Materialien aus dem Survivalgürtel behelfen.
Eine Plane und ein paar Meter Seil wirken da schon Wunder. Das Seil zwischen zwei Bäume
gespannt und dann die Plane zeltartig hinübergeschwungen und mit Steinen oder Pflöcken am
Boden gehalten - ein astreines Dach. Mit der Plane lassen sich in solchen und ähnliche
Konstruktionen ganz passable Unterkünfte bauen. Die größere Arbeit besteht nun in der Erstellung
der Matratze. Diese sollte aus allem möglichem Material, wie Laub oder trockenes Gras, möglichst
dick angelegt werden. Eine Dicke von einem Meter ist nicht übertrieben.

Kochdach:
Ähnlich dem EinMannEineNachtUnterschlupf wird auch das Kochdach konstruiert. Dieses Gebilde
schützt Dich und dein Feuer tagsüber gegen Regen. Es kann mitunter sehr lange regnen und dann ist
man froh, dass man ausserhalb des Unterschlupfes noch etwas Bewegungsraum im Trockenen hat.
(Wenn Du dich in deinem Unterschlupf großartig bewegen kannst, dann hast du etwas verkehrt
gemacht !). Ausser der Plane kannst du auch Fichtenzweige oder grossblättrige Pflanzen nehmen.
Mit denen deckst Du dann dein Dach. Das Dach kann oben auch spitz zulaufen.

Das Haufenprinzip:
Es gibt viele Möglichkeiten sich für einen längeren Aufenthalt einzurichten. Die flexibelste, in den
meisten Situationen anwendbare Methode ist das Haufenprinzip. Es sind keine Materialen nötig, die
man mitschleppen müsste. Oder nicht einfach nicht hat in einer Notsituation. Das bekannteste
Beispiel für das Haufenprinzip ist der Biberbau. Ein Riesen haufen Holz und Geäst schützt den
Biber bei Temperaturen bis -50 Grad Celcius. Solche Haufen kann sich der Survivor doch auch
einrichten. Dazu errichtet man ein Gerüst, aus angelehnten Ästen zum Beispiel. Es ist wichtig, dass
das Gerüst aus frischen, oder sehr harten Holz ist, da eine ganze Menge Last draufdrücken wird.
Das Gerüst kann auch aus Steinen sein. Oder aus Schnee. Danach wird einfach soviel Material
draufgeschichtet, wie man zur Verfügung hat. Dazu kann man Äste, Laub, Gras, Zweige auf das
Gerüst werfen. Das Ziel ist, dass der Wald nachher auf dem Haufen liegt ;) Je mehr desto besser.
Die Krönung des Ganzen besteht aus einer Schicht Grasplaggen, die wie Dachpfannen von unten
nach oben gedeckt werden. Das dürfte sogar winterfest sein, das Ganze! Und als Material lässt sich
wirklich alles nehmen, hauptsache man kann unten drunter kriechen. Um sich innen mehr Raum zu
verschaffen, kann man eine Mulde innerhalb des Haufens ausheben. Der Eingang kann mit einem
Tunnel zu erreichen sein und eine Tür aus einem Stopfen macht die Bude perfekt. First Class im
Wald, sozusagen.

Fehler, die man machen kann:
Die Gegebenheiten bestimmten nicht unsere Bauweise, sondern "Fertigbaupläne" aus
Survivalbüchern.
Windrichtung muß beachtet werden.
Isolierung gegen Bodenkälte sollte ausreichend sein.
Nicht zu nah am Waldrand bauen.
Zu aufwendige Konstruktionen sind schlecht, besser Haufen machen ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Donnerstag, 06. Mai 2010, 18:11:35 
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hallo bushcraftman, hast du bisher erfahrungen mit einem sog. debris shelter gemacht, wie die amis es nennen? das habe ich nämlich in absehbarer zukunft vor zu bauen...

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mfg gabrielo :)


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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Freitag, 07. Mai 2010, 15:30:44 
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Bushcraftchef
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sagt mir jetzt auf anhib nix..habs nich so mit fremdsprachen....kannst mal kurz erläutern??

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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Freitag, 07. Mai 2010, 21:38:40 
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ein debris shelter ist ein shelter aus ästen und pfalnzen,aber glaub in iner speziellen form aufgebaut.....ein sogenannter A-Frame usw

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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Freitag, 07. Mai 2010, 21:39:27 
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schau mal hier, da ist das ganze recht anschaulich zu sehen:

http://www.m4040.com/Survival/Skills/Shelter/Debris%20Hut/Debris%20Hut%20Shelter.htm

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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Freitag, 07. Mai 2010, 21:54:39 
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Meerschweinchengriller
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hier schau mal!!
da hats ein freund recht gut erklärt!! ist halt auf eglisch, aber der kerle hat echt was drauf!

http://www.youtube.com/user/seanmulhall ... d09whYb-fA

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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Freitag, 07. Mai 2010, 22:11:00 
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jip lass bilder sprechen...lol....ein blick und ich weiß was du meinst,ok wichtig ist das du die behausung nicht zu groß baust,soltest da grad so reinpassen...den boden gut isoliers wegen der bodenkälte........das dach soltest du gut bedecken ne schicht aus pflanzenwerk die min.30-40 cm dick ist is normal,und jeh dicker die schicht jeh wärmer die unterkunft....bau dir noch ne tür aus ästen und grühnzeug um den eingan zu verschlißen damit es drinen warm bleibt und nicht zieht.....ansonsten giebts eigendlich nichts besonderes zu sagen zum aufbau,kann auch sein das für mich zu viel selbstverständlich erscheint....dann einfach nochmal nachharken....

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 Betreff des Beitrags: Re: unterkunft
BeitragVerfasst: Donnerstag, 21. Juli 2011, 14:05:33 
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Ilex, besser bekannt als stechpalme eignet sich hervorragend als dachmaterial, ganze zweige samt blätter als bedachung haben den vorteil das sie sich unglaublich dicht ineinander verschachteln und somit ganz einfach laub festhalten können, man braucht es nurnoch drüberstreuen und es bleibt haften ;-) im ernst: durch die form der blätter und deren dornen hält alles bombenfest und mit einer laubschicht obendruff ist es absolut wasserfest. die blätter sind fleischig und knuspern auch wenn sie trocken sind nicht sofort durchs dach ins innere ;-) hatte da mal ein unschönes erlebniss mit tannenzweige und nem beherzten windstoss hrhr.


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