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BeitragVerfasst: Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:09:18 
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Hallo liebes forumvolk,
ursprünglich wollte ich mir das trekkingbeil von gränsfors bruks zulegen, allerdings bin ich dann im baumarkt über die produkte von fiskars gestoßen, die für meinen geldbeutel eine weitaus geringere belastung darstellten.
die firma fiskars aus finnland feiert eine lange tradition. denn schon seit 1649 gibt es die schmiede im land der tausend seen. und sie hat sich bis heute bewährt, immer wieder werden die werkzeuge dieser traditionsfirma mit auszeichnungen gekrönt.
heute will ich euch einmal die universalaxt 600 und die kleine handsäge mit grobzahnung vorstellen.

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Bild

aber zunächst die technischen daten:

universalaxt 600:
länge: 36cm
gewicht: 600g mit schneidenschutz
schneidlänge: 70mm
stahl: laut wikipedia kohlenstoffstahl auf 58 hrc gehärtet

handsäge grobzahnung:
länge geschlossen: 19,5cm
länge offen: 35cm
blattlänge: 16,5 cm
gewicht: 90g
stahl: laut hersteller "rostfreier spezialstahl". also keine genaue angabe zum stahl.

fangen wir zunächst mit der säge an, da man sich ja draußen auch erst seine stämme zurecht sägen muss, bevor man sie spaltet. in anbetracht des besch*ssenen wetters habe ich den test bei uns im schuppen durchgeführt. die säge wird im geschlossenen und offenen zustand mit einer klemmschraube gesichert, wie ein teppichmesser. das hält sehr sicher und ist unkaputtbar, außerdem wird das blatt aufgrund der zahnung nur beim ziehen belastet (wie eine japansäge), von daher braucht man auch keine angst haben, das blatt zu stauchen oder gar zu brechen. dieses ist sowieso recht elastisch und verkanntet so auch nicht so schnell im holz. zur verbesserung der griffigkeit hat fiskars den griff vorne auch noch geschlitzt. als testobjekt hat ein 10cm dicker ast herhalten müssen, der bei uns im garten lag. diesen bekommt man mit der säge ohne allzu große mühe in ca. 1min durch, was finde ich schon recht schnell ist. die säge macht sich übrigens auch im bastelkeller bei sägearbeiten gut.

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hier das griffende, die klemmschraube und die zahnung im detail:

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nun aber zur axt. es gibt sie einmal mit canvas tasche und einmal mit plastikrahmen zum transport, ich habe mich für die rucksack und gürtelfreundlichere variante mit canvas tasche entschieden, da der rahmen schon recht sperrig ist und nicht am gürtel getragen werden kann. die universalaxt hatte im neuen zustand eine akzeptable schärfe, nach ein paar mal benutzen hab ich sie dann mal mit einem dmt klappschärfer geschärft, dann kommt die schärfe durchaus an die eines messers ran, rasieren geht. der stiel ist, wie alle werkzeuge von fiskars, aus nyglass, also einem glasfaserverstärktem kunstoff gefertigt und hohl, wodurch er sehr belastbar ist und das gesamtgewicht reduziert wird. stiel und kopf sind fest verbunden, was den nachteil hat, dass wenn der stiel brechen sollte (was mMn nicht so schnell passieren dürfte), die axt als solche wertlos ist, da man sie nicht neu bestielen kann. sollte der stiel tatsächlich einmal brechen, so ist der ersatz durch fiskars 10jährige garantie gesichert, bei der handsäge sind es immerhin 5 jahre garantie.

das holzspalten der zuvor mit der säge gesägten holzabschnitte ging spielend von der hand, ja es macht sogar spass. ein schlag und das scheit hat verloren.

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ein paar weitere schläge und man hat bereits ein paar kleinere scheite:

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danach gings an das schnitzen eines zeltherings. auch das meistert die axt mit bravour. man hat eine gute kontrolle über das blatt, wenn man die axt so kurz wie möglich greift.

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auch holz auffächern wie z.b. für feathersticks benötigt macht sie ohne mühe mit. hier zahlt sich der kleine schneidwinkel voll aus.

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alles in allem haben mich die handsäge und die universalaxt 600 von fiskars sehr überzeugt. man erhält für wenig geld (ca. 35€ für die axt, ca.15-20€ für die säge) gute und zuverlässige werkzeuge, die einen sehr hohen nutzwert haben.
ich habe leider keinen direkten vergleich ála gränsfors oder bahco, aber ich finde, für diesen preis bekommt man nichts besseres. uneingeschränkt empfehlbar als ein garant für feuerholz und andere arbeiten.
es grüßt gabrielo ;)

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mfg gabrielo :)


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:18:12 
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Danke für den Bericht Gabriel. Steht alles drin was man wissen muss ;)

Mein daddy hat die Axt auch und ich hab sie natürlich schon oft genug missbraucht. Trotz 2jähriger Gebrauchsspuren hackt das Teil wie am ersten Tag. Hatte es auch schon paarmal im Wald dabei. Geht super :)

An der Stelle vllt noch zu erwähnen:

Das Freizeitbeil 500 mit kürzerem Stiel für Scouts und Bushcrafter.
http://www.fiskars.de/Produkte/Holzbear ... itbeil-500

Grüße
pudding


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:29:34 
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ja aber das 500er beil ist mMn nur zum schnitzen gut...fürs hacken eher weniger da du viel weniger schwungmasse aufgrund des kurzen stiels bekommst...

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 20. Mai 2010, 01:17:37 
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Meerschweinchengriller
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schöner test gabriel!!
danke dafür!!
hast mir das hema beil doch mal wieder etwas ins blickfeld gerückt.
ich hab ja eigentlich schon seit 2 jahren kein beil mehr dabei, nur mein großes messer,oder das bowie das BW Pilotenmesser aus den 80gern.....reichen alle aus zum holz spalten...

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BeitragVerfasst: Freitag, 25. November 2011, 22:14:41 
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Die 500er hatte ich schon ein paar mal dabei. Es ist wirklich mühsam damit anständig zu spalten.
Allein schon weil man ständig Angst hat daneben zu schlagen, da die Finger sehr nah am Kopf sind.
Die nächste wird auf jeden Fall eine Gränsfors Bruks... Ich kann das Plastik nicht mehr sehen :?

Aber auch wenn die 500er nicht das Gelbe vom Ei ist, die 600er ist definitiv keine schlechte Wahl ;)

Grüße
Henning

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Erst wenn der Boden trocken ist, lernen wir das Wasser zu schätzen (Benjamin Franklin)

Grüße
Henning


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BeitragVerfasst: Dienstag, 13. Dezember 2011, 21:07:22 
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jap, die 500 ist zum vernünftigen arbeiten echt zu klein. mittlerweile bin ich auch umgestiegen auf ein größeres US-beil von mirko günther handgeschmiedet^^

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mfg gabrielo :)


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